Elektromobilität und Ladeinfrastruktur

In aller Kürze

8.423 Elektroautos bei insgesamt 116.398 in Aachen zugelassenen Autos entspricht 7,24 % (Stand: 31.12.2024; zum Vergleich: D: 5,31 %). In Aachen gibt es ca. 850 öffentlich nutzbare Ladepunkte.

Aachen fährt elektrisch - Unser Leitbild für die Elektromobilität

Aachen fördert die Elektromobilität seit langen und ist dabei erfolgreich. Während sich im Bundesdurchschnitt 22 Elektroautos eine Ladestation teilen, steht Aachen mit 14 E-Autos (inkl. PlugIn-Hybrid) pro Ladepunkt deutlich besser dar. Einen großen Anteil daran hatte das Förder- und Forschungsprojekt „ALigN“. Insgesamt sind in Aachen nun rund 850 Ladestationen (Stand: 31.12.2024) für die Öffentlichkeit nutzbar und im Mobilitätsdashboard sichtbar.

Die Stadt Aachen orientiert sich in ihrer Strategie Elektromobilität am Ziel der Bundesregierung, dass der Anteil der Elektrofahrzeuge in Deutschland im Jahr 2030 bei 30 % liegen soll. Übertragen auf Aachen bedeutet dies einen Bedarf an rd. 2.400 Ladepunkten bis 2030. Hierfür wurde ein Förderprogramm für die Errichter von Ladeinfrastruktur erstellt, damit es im gesamten Stadtgebiet zu einem fairen Ausbau an Ladeinfrastruktur kommt, der allen Bürger*innen und Bürgern zu Gute kommt, die keine eigene Lademöglichkeit zuhause haben.

Kostenloses Parken für Elektroautos - für 2 Stunden

Elektroautos können in allen Aachener Parkzonen für Bewohner*innen maximal zwei Stunden kostenlos parken.
Voraussetzung ist eine Parkscheibe und ein E-Kennzeichen. Ausländische Fahrzeuge, die die Kriterien eines deutschen E-Kennzeichens erfüllen, benötigen hierzu eine spezielle blaue Vignette beim Straßenverkehrsamt der StädteRegion Aachen; für diese Fahrzeuge gilt die Regelung ebenfalls. Der Rat der Stadt Aachen hat diese Regelung im Mai 2018 beschlossen. Die Parkscheinautomaten werden seither mit Aufklebern ausgestattet, die auf die Gebührenbefreiung hinweisen.

Förderprogramm für Ladeinfrastruktur

Aachen hat das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu sein. Bei diesem Vorhaben spielt die Elektromobilität eine große Rolle, da sich die CO2 – Emissionen im Straßenverkehr nicht allein durch Substitution von PKW durch den ÖPNV, Rad- und Fußverkehr ausreichend reduzieren lassen.

Um die Elektromobilität zu fördern ist geplant, bis 2030 pro Jahr insgesamt EUR 990.000 zum weiteren Ausbau von Ladeinfrastruktur bereitzustellen. Das Förderprogramm wurde am 26. Juni 2025 vom Mobilitätsausschuss der Stadt Aachen beschlossen und umfasst folgende Bereiche:

Aufbau von öffentlich nutzbarer Ladeinfrastruktur auf privaten Flächen
Da Flächen im öffentlichen Raum der Stadt nur begrenzt zum Aufbau von Ladeinfrastruktur zur Verfügung stehen, soll der Aufbau von Ladeinfrastruktur auf privaten Flächen von Unternehmen gefördert werden, wenn diese öffentlich zugänglich sind.

Ladeinfrastruktur für Flotten
Gerade Flotten, die schwerpunktmäßig im Stadtgebiet bewegt werden, haben einen relativ großen Einfluss auf den CO2-Ausstoss. Daher sollen Aachener Unternehmen gefördert werden, die Ihren Fuhrpark auf E-Autos umstellen, um für diese Fahrzeuge an den Unternehmensstandorten Ladeinfrastruktur aufzubauen.
In den Tageszeiten, in denen diese Ladeinfrastruktur nicht für die Flottenfahrzeuge des jeweiligen Unternehmens genutzt wird, kann sie grundsätzlich auch von Dritten, z.B. von Mitarbeitern und von Besuchern des Unternehmens und/oder Nachbarn, genutzt werden.

Bildrechte: Stadt Aachen / Conor Crowe